Montag, 9. April 2012

Warum enden finnische Namen so oft mit i?

Wir hatten diese Woche ein lustiges Gespräch über die Frage warum so viele finnische Namen mit i enden! Irgendwie kamen wir darauf, das das i bedeutet derjenige kann gut sitzen. Und heute kam mir folgendes Video unter:

http://www.youtube.com/watch?v=rq3V1fEwi1g&feature=youtu.be

Also der Mann im Video ist definitiv ein Finne und sein Name endet mindestens mit einem i....  :-)

.....das mit dem i und dem Sitzen stimmt natürlich nicht....

Intensiv!

Ja es hier wirklich eine intensive Zeit! 
Impro, Voll- und Halbmasken wechseln sich ab. Dazwischen wunderbares Essen und ebenso gute Gespräche. Es sind so viele nette und interessante Menschen hier. Manchmal möchte man sich in mehrere Teile aufspalten und gleichzeitig mit mehreren Menschen reden.
Man muß hier aber bewusst auch mal auf sich achten und sich Zeit für sich selbst nehmen. Gestern abend war ich nur in einer Hälfte der Abendsession dabei. Einfach mal alleine sein und auch mal ein Buch lesen. Ich bin ja jetzt stolzer Besitzer eines Kindle eBook-Reader und haben schon viele Bücher drauf. Jeden Tag nehme ich mir vor ein anderes Buch zu lesen, denn das aktuelle ist schon recht schräg. Es geht um Kannibalismus und Leute in einer Klinik mit diverses psychischen Störungen. Ist sicher nicht die beste Bettlektüre, aber irgendwie komme ich von dem Buch nicht los. Vielleicht liegt es daran, das die Häuser in denen wir hier sind früher eine Psychiatrische Anstalt waren...? 
Nun gut zurück zum ursprünglichen Gedanken. Natürlich kann sich jeder hier eine Auszeit nehmen und eine Session aussetzen. Aber irgendwie will man nichts verpassen. Ist jetzt nicht so, das man denkt man versäumt etwas ganz wichtiges. Es ist eher so das alles so spannend ist und man immer Teil davon sein will. Einige Szenen sind aber auch sehr bewegend. So stark wie man sie selten im Theater sieht. Keine Ahnung warum das so ist. Natürlich haben Maskenszenen eine sehr starke Kraft. Aber auch einige "normale" Improszenen gehen sehr tief. Vielleicht liegt es auch an der besonderen Atmosphäre hier. In der Gruppe herrscht eine Stimmung, die alles möglich macht. Und jeder wird auch wieder aufgefangen. Alles darf sein und man ist dankbar dafür. Es ist eine unglaublich relaxte Stimmung mit einer kaum vorstellbaren Konzentration. Und das ganze ist jetzt nicht irgendwie gesteuert oder bewusst, sondern es sind einfach die richtigen Leute zusammen.
Und auch so manche Improübung geht sehr tief. Ich hatte diese Woche auch eine Übung, die eigentlich nicht wirklich etwas besonderes ist. Aber ich spürte eine solch starke Energie, das ich abbrechen musste und an die frische Luft musste. Es war wunderbar wie alle rund um mich darauf reagiert haben. Danke!
Wie schon mal geschrieben ist hier auch eine indische Tanzlehrerin. Und auch ein Gitarrist. Heute haben wir die Gelegenheit mal beiden bei einer Einheit zu zusehen. 
So, so langsam werde ich mich auf den Weg zur ersten Runde zu machen...

Ach ja ich habe zwar einige Bilder aus den Workshops, aber irgendwie finde ich sie sollten unter uns bleiben.....

Sonntag, 8. April 2012

Kommen und gehen....

Wir sind immer noch in Dänemark. Und uns geht es immer noch blendend!
Fast täglich kommen und gehen Workshopteilnehmer. Ist aber überhaupt nicht störend. Ist einfach eine wunderbare Gruppe! Und wenn ich das sage, dann bedeutet das schon was.
Es ist so schön all die bekannten Gesichter wieder zu treffen. Manche habe ich seit Jahren nicht mehr getroffen. Wie zum Beispiel Johanna aus Finnland. Es ist drei Jahre her, das wir in Calgary mit Masken gearbeitet habe.
Ach ich könnte soviel über jeden hier schreiben, aber ich versuche mal zu beschreiben was wir hier so machen. Und das ist nicht einfach! Allen voran haben wir extrem viel Spaß. Alle bekannten Aufwärmspiele verändern wir so lange bis sie komplett schräg werden und wir lachend am Boden liegen. Keine Idee ist zu abwegig, um sie nicht doch auszuprobieren. Manches klingt wohl total kindisch, aber ist soooo schön. Heute hat sich immer einer auf den Boden gelegt und wurde von allen gemeinsam gekitzelt. Man glabt gar nicht wie schnell man nach dem Essen wieder aufgewärmt ist!
Am Vormittag ist immer viel Raum für klassische Improübungen, welche wir dann auch immer wieder mit Vollmasken ausprobieren. Es tut so gut, für alles so viel Zeit zu haben! 12 Tage mit drei Sessions täglich (10:00 bis 12:30 Uhr, 14:00 bis 18:30 Uhr und dann noch mal 20:30 bis 23:00 Uhr)!
Gestern und heute haben wir überwiegend mit Halbmasken gearbeitet. Das ist so schwer zu erklären. Klingt immer völlig verrückt und ist es wohl auch ein bischen! Man setzt eine Maske auf, die bis zum Mund reicht. Dann wird einem ein Spiegel vorgehalten und man sieht den Kopf. Ohne zu überlegen macht man den Mund passend und einen Ton.Es entsteht eine neue Figur, die man am besten mit einem Kind vergleichen kann. Die Figur muß Erfahrungen machen und z.B. auch sprechen lernen. Daher gibt es viele neue Figuren und einige werden weiter entwickelte. Fred ist mittlerweile eine der weiter entwickelten Masken. Die helfen oft auch neuen Masken neue Erfahrungen zu machen. Irgendwie ist es schon ungewohnt, das Fred jetzt zu den am weitesten entwickelten Masken gehört. Bisher waren immer andere Masken gefragt wenn es um komplexere Szenen ging. Und jetzt ist immer wieder Fred gefragt....Und auch meine zweite Maske, der Shy Guy, macht Fortschritte. Wenn auch recht langsam, aber das ist völlig in Ordnung!

Jetzt schreibe ich schon den dritten Tag an dem Post! Ist einfach immer was los...
Gestern Abend hatten wir eine spontane Party. Für alle Nichtimprospieler hier das Rezept für so eine Party. Man nehme 15 Improspieler und stecke sie in einen Raum. Dann einfach eine schräge Musik auflegen und abwarten bis einer irgendeine anfängt zu tanzen.Fertig! Ach ja, und Alkohol ist nicht notwendig dafür, kann aber unterstützend eingesetzt werden!
Bei uns im Haus wohnt auch eine indische Tanzlehrerin und sie hat mit uns Bollywood getanzt. Hat so was von Spaß gemacht.... Hoffe in einer der nächsten Shows kommt Bollywood als Vorgabe. War ja bisher eher nicht so mein Wunsch, aber jetzt um so mehr!

So und jetzt poste ich den Blog endlich und nehme mir gleichzeitig vor heute noch einen ganzen Post zu schreiben. Kann aber nichts versprechen....
Da ich den ganzen Tag Englisch rede, habe ich übrigens das Gefühl das mein Deutsch immer schräger wird! Hoffe ihr versteht trotzdem etwas....!

Samstag, 7. April 2012

Wie sieht es in Odsherred eigentlich aus?

Jetzt schreiben wir wie es uns geht und das alles so spannend und schön ist, aber wie sieht es hier eigentlich aus?

Nun das ist das Haus in dem wir arbeiten

Und hier noch einmal von einem Hügel nebendran:


Das Haupthaus ist das im Hintergrund. Zwischen den Häusern ist noch ein Theater für 200 Personen und das Haus im Vordergrund hat auch noch einmal Zimmer und einen Probenraum. Das Meer ist gleich nebenan:
Man glaubt es kaum, aber das ist der schmale blaue Teil unter dem Horizont. Der Probenraum ist nett gross, ich habe ihn zumindest nicht auf ein Bild gebracht...
Und so sieht ein Tisch voller Masken nach einem wilden Tag voller Aktion aus:
Nun wisst ihr wie es hier aussieht. Ich muss auch schon wieder weg. Hatte ich erwähnt, dass hier immer gerade kurz vor der nächsten Arbeitssession ist?

Mittwoch, 4. April 2012

In Dänemark...

Gestern sind wir endlich in Dänemark angekommen. Ist irgendwie nach Hause kommen.... Man trifft so wunderbare Menschen wieder, ist an einen traumhaften Ort und kennt sich aus. Wir sind wieder eine ganz tolle Gruppe. Alte Freunde und neue sehr nette Menschen. Vielleicht bald neue Freunde?
Und in den nächsten Tagen kommen noch Jude, Shazz, Mia und Johanna. :-)
Am ersten Nachmittag und Abend haben wir mit Vollmasken gearbeitet. Hatten einige geniale Szenen und haben viel gelacht. 
Heute war der Tag der Halbmasken. Sehr viele neue Masken und alte Bekannte. Schön zu sehen wie sich die Masken entwickelt haben. Fred hat seinen alten Freund Joe wieder getroffen. Werde die Tage mal ein Foto von Joe machen.Es ist eine spannende Mischung aus sehr entwickelten Masken und relativ neuen.
Es ist so schön in einer lockeren Atmosphäre so konzentriert zu arbeiten. Keine großen Diskussionen, sondern konstruktive Gespräche.

So jetzt gehts gleich weiter mit dem Workshop. Denn wir haben auch noch eine Abendsession!
Da ich kein passendes Bild zum Abend habe, poste ich doch eines aus Berlin...
Ohne Worte....

Dienstag, 3. April 2012

Leaving Berlin is never easy...


und schwupps sind wir wieder in Dänemark. Unfassbar.
Wir sind unfassbar früh aufgestanden. Wegen widriger Umstände sind wir auch noch zu spät losgekommen. Darum sind wir unfassbar schnell durch Mecklenburg-Vorpommern gefahren (wir haben zumindest keien Strafzettel bekommen - bis jetzt). Alles ging gut, wir haben die Fähre erwischt und sind nun in einem unfassbar schönen Theaterzentrum in Dänemark.
So schön.
Leider sind wir nicht mehr in Berlin. Da ist es toll. Und man sieht soviele schräge Dinge, wie beispielsweise eine Vietnamesische Parallelwelt in 5 Lagerhallen. Sehr empfehleneswert, es ist die Quelle jedes Ramschladens in Deutschland. Bestimmt.
Und so haben wir den letzten Tag damit verbracht, quer durch Berlin nach der perfekten Tasche zu suchen...
Nein, nicht gefunden, wer eine gefunden hat, bitte bei Max melden.
Ich fühle mich, als wären wir schon eine Woche unterwegs, dabei hatten wir gerade ein verlängertes Wochenende in Berlin. Zum ersten Mal eine 2er-Show zu machen, war schon unglaublich aber dann auch noch Masken und solo hinein zu packen, war wirklich unfassbar (ab jetzt kommt dieses Wort nicht mehr vor).
Schön. Ich will mehr solcher Wochenenden. ;o)
Oh und hier ein Bild von meinem Zimmer hier in Dänemark:

Montag, 2. April 2012

Berlin

Berlin


So zum Ende unserer Tage in Berlin findet sich auch etwas Zeit für den Blog... Am Freitag sind wir gut nach Berlin gekommen. Nach einem leckeren Essen ging es mit Jessi es zu einem Konzert von Cellolitis mit anschließenden Film. Das Konzert war natürlich klasse und der Film Taktstürmer sehr interessant. Ein Dokumentarfilmer begleitet drei Musiker in ihrem Leben. Einer davon ist Niko.
Am Samstag hatten wir frei, denn wir haben den Workshop auf einen Tag verkürzt. Leider hatten wir nur drei Anmeldungen. Aber wir haben den Nachmittag für ein Training im Bühnenrausch genützt. Es tat richtig gut wieder an den Solo's zu arbeiten. Danach haben wir uns bei einem Kaffee Gedanken über die Show gemacht. Wir haben noch ein paar neue Ideen eingebaut und alles in einen Ablauf gepackt. So was macht mit Michael richtig Spaß. Keine große Diskussionen, sondern ein kreativer Fluß....
Am Sonntag hatten wir dann unseren verkürzten Workshop. Mit drei supernetten Teilnehmerinnen haben wir uns auf die Suche nach der perfekten Szene gemacht. Hat wahnsinnigen Spaß gemacht und ich denke alle waren danach happy! Wir auf alle Fälle!
Nach einem schellen Abendessen ging es zurück zum Bühnenrausch. Leider war das Publikum sehr übersichtlich, aber wir hatten richtig Bock auf die Show. Am Anfang haben wir Szenen mit Vollmasken gespielt. Mir hat besonders die 2er Szene gefallen, bei der wir uns mit unterschiedlichen Gefühlen begegnet sind. War spannend! Danach sind wir zu den Halbmasken gewechselt. Zuerst spielte Fred mit den Zuschauern Ball. Danach durfte Lolly eine Zuschauerin berühren. Er wechselte zwischen ganz vorsichtig und totaler Freude. Danach machte auch mein Shy Guy seine Erfahrungen mit einem Ball. Aber im Gegensatz zu Fred gaaaanz vorsichtig. Am Ende lernte Michael's Colonel ein paar Worte Deutsch und erfuhr auch das die Bühne eine Ende hat und es dort nach unten geht....
Nach der Pause begann ich mit meinem Solo. Mann hat das Spaß gemacht!! Eine Zuschauerin hat mich an drei Stellen auf der Bühne in eine Pose gestellt. Aus diesen Körperhaltungen haben sich dann drei Figuren entwickelt. Eine war sehr positiv und wollte nur Spaß. Eine weitere war vollgepummt mit Energie und wusste nicht wohin damit. Für mich am spannendsten war die dritte Figur. Anfangs voll Schmerzen und sehr traurig. Sie wechselte dann langsam in eine Zuversicht und hatte eine besondere Art von Witz in sich. Ich bin immer wieder zwischen den Figuren gesprungen, wobei ich sehr oft in die letzte Figur gegangen bin. Nach etwa der Hälfte haben die Figuren Kontakt aufgenommen. Nach etwa einer halben Stunde bin ich dann zum Ende gekommen. Ich hätte aber sicher noch weiter spielen können. Es war so toll!
Danach kam Michael's Solo. Da soll am Besten er selbst was dazu schreiben. Soviel vorweg, es war sehr schön.....
Als Zugabe spielten wir dann auf Zuschauerwunsch ein weiteres Solo. Es war eine absolute Premiere für uns. Am Nachmittag hatten wir die Idee zwei Solos parallel auf die Bühne zu bringen. Wir haben es bei der Show zum ersten Mal ausprobiert und es lief klasse. Als Vorgabe hatten wir "Banane". Ich philosophierte über Bananen, Mangos und Rettiche. 
"Wie fühlt sich eine Banane die nicht krumm sein will?"
"Haben Flugmangos Flugangst?"
"Woher weis der Rettich wo unten ist?"
Alles in allem war es eine wunderbare Show, die nach Fortsetzung schreit.....
Am Ende habe ich mir dann noch einen kleinen Traum erfüllt und alle Zuschauer zu einem Getränk eingeladen. OK, es waren ja nicht viele.....



Fred beim Ballspielen

Der Colonel

Michael beim Solo

Max beim Doppel-Solo

So den Rest gibt es dann morgen...