So nun ist es wirklich so weit, wir verlassen diesen wunderbaren Ort heute vormittag. Die zwei Wochen sind wie im Flug vergangen! Ich habe mich hier so was von wohl gefühlt. Mitten in der Natur zu arbeiten und leben ist einfach ein Geschenk.... Habe sehr viele wunderbare Manschen kennen gelernt. 18 Künstler aus ganz Indien und Sri Lanka durfte ich wirklich nahe kommen. So ganz ohne Schutzwall. Einige von ihnen will ich unbedingt wieder treffen und mit ihnen auf der Bühne stehen. Schön das so mancher im nächsten Jahr nach Europa kommt. Jeder von uns hat so seine eigene reise gemacht. Für die, die das erste Mal mit John gearbeitet haben, war es manchmal schon sehr extrem und bewegend. Und für mich? Tja oft werde ich gefragt warum ich immer wieder mit John arbeite. Nun das ist einfach und schwer zu beantworten. Einfach, weil es die pure Freude ist. Und John`s Art zu arbeiten voll und ganz mein Fall ist. Ich kann jetzt nicht sagen, das ich dies oder das konkret gelernt habe. Es geht nicht darum besondere Fähigkeiten oder Formen zu lernen. Es ist eher ein innerer Prozess. John hilft jedem seinen eigenen Performer zu finden. Wie sagt er immer so schön ¨ You are the only teacher for you ¨. Und so ist es auch. Es gibt kein richtig oder falsch. Es geht darum wirklich präsent zu sein und den eigenen Impulsen zu folgen. Dabei aber immer das Ganze, also die Gruppe, wahrzunehmen. Es wird viel mit Feedback gearbeitet. Von John und vor allem von jedem in der Gruppe. Dabei geht es nur darum, was hat einem gefallen oder bewegt. Also nicht, wie so oft, negatives positiv auszudrücken. Es ist faszinierend zu sehen welchen Effekt das bei allen in den zwei Wochen hatte. Jeder der schon mit John gearbeitet hat versteht das nur zu gut.... Ja und bin ich jetzt ein besserer Performer geworden? Ja und nein! Eher ein anderer. Kann ich selbst wohl nicht beantworten! Es ist auf alle Fälle so, das ich mittlerweile fast die ganze Zeit auf der Bühne im Augenblick bin. Jeder noch so absurde Gedanke ist da so was von real. Das Denken wie es weiter geht habe ich komplett abgelegt. Wie, keine Ahnung? Die Bühnenpräsenz hatte ich ja schon immer. Aber es hat sich auch etwas gewandelt. Ist wohl auch ein Satz von John, der sich eingebrannt hat. ¨ Be here and do your job!¨ Und der Job ist eigentlich ganz einfach. Folge den inneren und äußeren Impulsen. Denk nicht nach, tue es. Auf der Bühne gibt es nur die Bühne. Meine Bandbreite, was ich auf der Bühne so mache, ist enorm groß. Lustig oder bewegen. Abstrakt oder konkret. Ach ich habe wirklich das Gefühl ich kann auf der Bühne alles machen. Ich werde jetzt sicher kein Tänzer mehr. Aber ein Tanz vor Publikum, warum nicht! Das Feedback nach meinen Performances war immer so was von positiv und bewegend. Manchmal war es mir schon fast ein bischen peinlich. Und oft die Frage wie ich das denn so mache. Keine Ahnung, es passiert einfach... Vielleicht liegt es daran, das ich nicht mehr etwas besonderes zeigen will, sondern einfach loslege. Ihr seht es ist alles nicht so einfach zu beschreiben. Ist halt ein Prozess und nicht ein ¨ Ich kann jetzt einen Handstand¨. By the way den kann ich immer noch nicht!
Und was bleibt sonst noch?
Viele wunderbare Momente!
Das gute Gefühl so was zur Ruhe gekommen zu sein!
Ein kleiner Mann den ich ins Herz geschlossen habe....
Die Erfahrung die Toilette und die Dusche mit einem Frosch zu teilen. Naja eigentlich zwei Frösche....
Viele neue Kontakte für eine Clowns ohne Grenzen Reise nach Indien...
Unendlich viele Bälle geworfen, gefangen, verfehlt und an den Kopf bekommen!
Unzählige Umarmungen und Gespräche....
Einfaches und leckeres Essen, wobei ich bei vielem nicht sagen kann was es ist.
Stunden mit guten Gesprächen und Lachen...
Ja sehr viel gelacht!
Keine Elefanten, Schlangen oder Skorpione gesehen. Dafür aber viele andere Tiere...
Das Wissen das Büffel Geräusche wie Frösche von sich geben...
Das beste Mitbringsel für Inder sind Clownsnasen.
Es ist so was von egal welche Farbe deine Haut hat, an welchen Gott du glaubst oder auch nicht, wie alt du bist, woher du kommst, .....
Ein saugutes Gefühl....
So nach dem Frühstück geht es ans Packen und dann zurück nach Bangalore. Eigentlich will ich gar nicht in eine Stadt, aber dort warten ja auch ein paar Freunde auf mich!