Donnerstag, 12. April 2012

Dem Ende entgegen...

So nun naht das Ende der Zeit in Dänemark wirklich! Heute war unser letzter ganzer Tag. Morgen noch den Vormittag und dann geht es ab nach Flensburg.  Danach weiter nach Köln und Wiesbaden.
Die anderen sitzen noch zusammen und schauen Video. Ich habe aber irgendwie keine Lust. War noch lange draußen gesessenen und habe über die vergangene Zeit sinniert. 
Es war eine sehr intensive Zeit. Wir hatten sehr viel Spaß und haben auch sehr intensiv gearbeitet. Die Masken haben tolle Fortschritte gemacht. Auch mit vielen Improgames und -übungen haben wir herumgespielt und verändert. Es war weniger ein Workshop, sondern eher ein gemeinsames Ausprobieren.Gerade bei der Arbeit mit Masken hat sich viel neues ergeben. Anders als beim klassischen Impro ist alles hier noch sehr jung und es gibt keine ausgetretenen Pfade!
Es waren so viele tolle Menschen hier und ich hoffe sie bald wieder zu sehen. Leider war dann manchmal zu wenig Zeit für den Einzelnen. Schade! Und habe ich schon das geniale Essen erwähnt? Ein Traum! Also Odsherred ist alles, aber definitiv kein Ort zum Abnehmen! Zu guter letzt war ein wenig Zeit für sich selbst. Die letzten Tage habe ich mir aber etwas mehr Zeit für mich genommen. War nötig, auch wenn ich mich meist von irgendwas losreißen musste....
So und nun geht es ab ins Bett, denn morgen ist ein langer Tag. Kann Michael denn überhaupt noch Autofahren? Hier vergisst man so leicht alles "normale"....



Mittwoch, 11. April 2012

Welch ein Luxus!

So langsam neigt sich unsere Zeit in Dänemark dem Ende zu. Gestern sind wieder einige wunderbare Menschen abgereist. Leider ist auch Jude dabei. Sie war definitiv zu kurz da! Aber sie hat mir eine ganz große Freude gemacht. Sie hat mich gefragt ob ich eine meiner Masken verkaufen würde. Es war Spoonface, den wir so nannten weil seine Augen aus Plastiklöffeln sind. Ich habe die Maske aber nicht verkauft, sondern verschenkt! Einerseits weil es mich so gefreut hat das Jude eine meiner Masken haben will, andererseits weil es mir widerstrebt mit Freunden ein Geldgeschäft zu machen. Aber vielleicht bekomme ich irgendwann eine von Jude gemachte Maske. Jude hat seit 178 Tagen übrigens einen Blog namens "Reasons to be Grateful". In dem Sinne bin ich gerade sehr grateful! Aber auch alle anderen, die schon abgereist sind, vermisse ich. Es waren sehr lange und ehrliche Umarmungen beim Abschied. Ich will alle so schnell wie möglich wiedersehen.... Ich bin froh in einer Zeit zu leben, in der man Leute aus der ganzen Welt kennenlernen kann und Reisen so einfach ist. Und natürlich das ich es mir auch leisten kann. Welch ein Luxus!
Wir sind oder waren übrigens Maskenspieler aus Kanada, Finnland, Dänemark, Holland, England und natürlichaus Deutschland. Und gestern hatten wir ein Sykpetelefonat mit Simone. Er ist gerade in Paris und konnte nicht kommen. Und es gab eine Weltpremiere. Zum ersten Mal haben sich Masken über das Internet getroffen.
Skype + Fred

Schon irgendwie schräg, aber andererseits ist hier einfach alles möglich. Keine Idee ist zu abwegig, nichts zu albern. So haben wir uns gestern komplett mit Kissen ausgestopft und in den häßlich unförmigen Körpern Szenen gespielt.
Ach ja vorgestern hatten wir auch noch die Möglichkeit eine Performance von Hema, der indischen Tänzerin, zu sehen. War auch improvisiert und sehr spannend. Wunderbarer Tanz zu live gespielter Gitarrenmusik. Es war wie wenn Hema uns eine Tür zu ihrem Inneren geöffnet hat. Danach habe ich mich mit Hema länger unterhalten und komischerweise habe ich genau das gesehen was sie gefühlt hat. Das ist bei Tanztheater meist nicht so. Und Hema's Improvisation war doch sehr abstrakt! In der Performance ein wunderschönes Symbol aus Indien mit Sand gezeichnet. Es war so schön dem zuzusehen. Aus dem Nichts entsteht nach und nach etwas wunderbares. Und dabei war sie so ganz in das malen versunken.
Sandbild, das Hema bei der Performance gemalt hat

So jetzt werde ich noch ein paar Seiten lesen und dann geht es ab zum letzten vollen Tag mit Masken. Obwohl Seiten ist wohl das falsche Wort, denn richtige Seiten hat ein eBook-Reader ja gar nicht....

Dienstag, 10. April 2012

8 Tage

Huijujui, wir sind jetzt schon 8 Tage an den Masken. Ohne Pause. Meine 3 Halbmasken haben viel gelernt. Meiner einer natürlich auch. Ich bin ein kleines bisschen müde, möchte aber auch nichts verpassen.
Es ist mit mir seltsam, bis 5 Tage ist ein Workshop normal. Ich stosse auf ein paar Probleme, komme darüber hinweg und dann habe ich nach 5 Tagen ein wonnig warmes Gefühl von Erfolg. Das hat sich hier auch noch spontan mit einer Fete getroffen. Wundervoll.
Danach kommt dann die Viertel-vor-3-Zeit. Irgendwie bin ich ab Tag 5 konstant in Problemen und Erfolgen in wildem schnellen Wechsel. Wie ein Blatt im Wind wechseln sich in schneller Folge Erfolg und Mißerfolg ab. Und irgendwie ist es immer Viertel vor 3. Noch genug Zeit alles zu erreichen. Nichts ist wirklich wichtig und dennoch passiert unglaublich viel. Verrückte Zeit.
Und sehr sehr schön.
Das Ende naht. Bisher kamen immer nur Menschen hinzu. Jetzt haben uns in den letzten 2 Tagen haben uns 8 Leute verlassen und eine kam noch hinzu, wir sind jetzt auf handliche 9 Leute zusammengeschrumpft. Hm. Intensive letzte 2 Tage.